Stimmtechnik für die Chorwelt

Vokale & Aussprache

Welcher Vokal erklingt, entscheidet mit, wie hoch und wie laut deine Stimme gehen kann. Gesungen wird dabei selten der Vokal, der unter den Noten steht. In 17 kurzen Lektionen lernst du, Vokale und Konsonanten als Teil deiner Stimmtechnik zu hören und zu steuern.

Einmalig 49 Euro · kein Abo · Zugang direkt nach dem Kauf

17
Video-Lektionen
11
Übungen zum Mitmachen
20
Seiten Workbook
Schwarzweißfoto von Adrian Goldner, der mit offenem Mund in ein Mikrofon singt

Geschrieben ist nicht gesungen

Sprache lernen wir über die Schrift, in der Schule wird sie eingehämmert. Dort lernen wir, Sprache korrekt anzuwenden, die Aussprache selbst bleibt meistens auf der Strecke. A, E, I, O und U, so wie sie geschrieben stehen, benutzen wir in der Sprache fast nie. Im Wort „Verwirrung“ stehen E, I und U, gesprochen klingt keiner davon in seiner Reinform.

Beim Singen hat das Folgen für die Stimme. Hoch und laut auf A geht leider nicht, zumindest nicht ohne Schmerzen. Kommt in hoher Lage plötzlich ein p, kann das das ganze System durcheinanderbringen, bis zum Kiekser oder zum Wechsel ins Falsett. Und im Chor klingt es uneinheitlich, wenn die einen ein stark gerundetes U singen und die anderen ein offeneres, obwohl alle denselben Buchstaben vor sich haben.

Diese vier Fehler passieren meinen Schüler:innen und Chören immer wieder:

  1. Stimmtechnik und Vokal passen nicht zusammen.
  2. Auf den Konsonanten liegt zu viel Druck.
  3. Vokale werden unterschiedlich gehört und gedeutet.
  4. Melodie und Sprachbetonung gehen auseinander.

Was drin ist

  • 17 Video-Lektionen in 4 Kapiteln, zusammen rund 68 Minuten
  • 11 Übungen zum Mitmachen, vom Bauchreden bis zum Konsonanten-Filter, das Vokalglissando mit Noten und Hörbeispiel
  • Das Workbook als PDF, 20 Seiten, mit allen Regeln, Übungen und Zungenbrechern zum Nachlesen
  • Drei Boni zum Ausdrucken: Vokaltrapez-Tafeln, Probenkarte Vokaldiagnose für die Chorleitung, Zungenbrecher-Blatt

Die vier Kapitel

Vokale

7 Lektionen

Was einen Vokal ausmacht: wo die Zunge liegt und wie stark die Lippen gerundet sind. Das Vokaltrapez, warum es lohnt, Zungenvokal und Lippenrundung zu trennen, und welcher Vokal wie laut geht.

Konsonanten

2 Lektionen

Was Konsonanten für den Text tun, wo sie den Luftstrom unterbrechen und wie viel davon ein Text wirklich braucht.

Aussprache

4 Lektionen

Warum es für kein Wort die eine richtige Aussprache gibt. Assimilation, Elision, Vokallängen und Diphthonge, und die Frage, ob du dich an der Sprache oder am Gesang orientierst.

Beispiele und Fragen

4 Lektionen

Ein deutscher und ein englischer Popsong Zeile für Zeile, Englisch mit deutschem Akzent und Aussprache als Markenzeichen. Am Beispiel von „Haus am See“ (Peter Fox) und „Lose Control“ (Teddy Swims).

Ein Blick hinein

Welcher Vokal wie laut geht.

Je höher du singst, desto deutlicher zeigen sich ein paar Regeln. Dunkle Vokale wie O und U gehen bis Lautstärke 7. Ein offenes O und ein entspanntes Ä tragen auch in hohen Lagen bis Lautstärke 10.

Konsonanten dosieren.

Nimm die Konsonanten erst ganz weg und dreh sie dann Schritt für Schritt wieder rein. Fast immer landest du zwischen 20 und 50 Prozent der ursprünglichen Stärke, und man versteht den Text genauso gut.

Bauchreden.

Meine Lieblingsübung: Sprich einen Zungenbrecher oder deinen Songtext, ohne die Lippen zu bewegen, und übertrage das dann aufs Singen. So trennst du Zungenvokal und Lippenrundung.

Für wen der Kurs ist

Für dich, wenn

  • du im Chor singst und hohe Stellen auf manchen Vokalen schwerer gehen als auf anderen.
  • du Stimmproben oder ganze Chorproben leitest und die Vokale im Chor zusammenbringen willst.
  • du Pop, Jazz oder Musical singst und überlegst, ob du dich an der Sprache oder am Gesang orientierst.
  • du englische Stücke singst und wissen willst, wie viel deutscher Akzent in Ordnung ist.

Eher nicht für dich, wenn

  • du ein Regelwerk mit der einen richtigen Aussprache suchst. Die gibt es für kein Wort, und wofür du dich am Ende entscheidest, bleibt deine künstlerische Freiheit.
  • du Lautschrift lernen willst. Ich arbeite mit Zunge und Lippen, weil wir die direkt beeinflussen können.
  • du Rückmeldung zu deiner eigenen Stimme brauchst. Ein Kurs kann nicht hören, wie deine Vokale klingen. Dafür gibt es die kostenlose Stimmanalyse oder das 1:1 Coaching.

So läuft es

  1. Du klickst auf „Jetzt holen“ und trägst die Adresse ein, an die Zugang und Rechnung gehen.
  2. Du zahlst einmalig 49 Euro.
  3. Direkt nach dem Kauf liegt der Kurs in deinem Mitgliederbereich. Lektionen, Übungen, Workbook und Boni findest du auf einer Kursseite.
  4. Du schaust in deinem Tempo und in der Reihenfolge, die du brauchst. Keine Lektion ist gesperrt.

Vokale & Aussprache

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Häufige Fragen

Ist das ein Abo?

Nein. Du zahlst einmal 49 Euro und hast dauerhaften Zugang.

Brauche ich Vorwissen?

Ein paar Lektionen nutzen Begriffe aus der Complete Vocal Technique, etwa Overdrive, Curbing oder die Vocal Modes. Du kommst auch ohne sie mit. Wer die Begriffe nachschlagen will, findet sie in CVT 101.

Ich leite einen Chor. Kann ich das in der Probe nutzen?

Dafür ist die Probenkarte Vokaldiagnose da: vier Regeln für hohe Lagen und der Konsonanten-Filter als Schnelltest. Wo dein Chor ohne Konsonanten auseinanderläuft, singen nicht alle denselben Vokal. Das Vokalglissando kannst du direkt ins Einsingen nehmen: bei der Übung Vokalglissando findest du Noten und Hörbeispiel.

Wie bekomme ich den Zugang?

Login-Link und Rechnung kommen per Mail. Kein Konto, kein Passwort nötig.