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CVT-Einführungs-Workshops?
Viele CVT-Einführungsworkshops hinterlassen mehr Fragen als Klarheit. Nach über 100 Chor-Coachings zeigt sich: Vor allem Falsett, Lautstärke und die tatsächliche Anwendung der Vocal Modes werden im Choralltag häufig missverstanden.
Warst du auch mal auf einem CVT-Einführungs-Workshop (vielleicht sogar bei mir), bei dem dir hinterher der Kopf geraucht hat und dich gefragt hast, was du mit der ganzen Information überhaupt anfangen sollst?
Das Problem liegt natürlich nicht bei dir, sondern in der Idee, so ein System in 1-2 Stunden nachhaltig vermitteln zu können.
Zeit für eine vielleicht kontroverse Diskussion.
Das CVT-Workshop-Problem
Ich kenne zahlreiche Chorsänger und Chorleiter, die an mehreren CVT-Einführungen teilgenommen haben, aber trotzdem die Grundlagen missverstanden haben.
Das liegt zum einen daran, dass solche Workshops nicht unbedingt für den Alltag im Chor optimiert sind. Und zum anderen liegt das auch daran, das sollche Workshops eigentlich fast schon CVT-Werbeveranstaltungen sind, die oberflächlich alles einmal anreißen, aber keine echte Anwendbarkeit vermitteln.
CVT sieht simpel aus, ist aber hochkomplex. 60-90 Minuten reichen niemals aus, um nachhaltig was mitzunehmen. Dafür braucht es eine konstante Auseinandersetzung mit der Technik und der eigenen Stimme – fast schon wie in einem Studium.
100+ Chor-Coachings später...
Vor einiger Zeit bekam ich die Gelegenheit – ermöglicht durch Fördergelder – einem etablierten Chor eine ausführliche CVT-Einführung zu geben, inklusive 60+ Einzelcoachings einzelner Chorsänger:innen.
Der Chor erhielt in mehreren gemeinsamen Workshops eine ausführliche und intensive Einführung in die wichtigsten Aspekte der CVT, inklusive Beispiele und einem Live-Workshop, in dem ich die Anwendung gezeigt hatte.
Aber meine Erkenntnis, nachdem ich alle Protokolle durchgegangen bin war, dass ich in 80% aller Sitzungen trotzdem immer die gleichen Grundprobleme erklärt hatte.
Das konnte nicht sein.
Obwohl jeder individuelles Coaching bekommen hatte, fehlte dem ganzen Chor das gemeinsame stimmtechnische Fundament. Meine CVT-Workshops? Vergessen oder missverstanden.
Nach 10 Jahren CVT im Chorkontext weiß ich heute, was funktioniert, was wichtig ist und was du getrost weglassen kannst.
Drei alternative CVT-Herangehensweisen für Chorsänger:innenm
Nach dieser Erfahrung konnte ich diese drei grundlegenden Erkenntnisse herausfiltern:
#1: Das Falsett bleibt oft „unerkannt“.
CVT-Workshops behandeln gerne alle 4 Modes ausführlich ohne auf das Falsett einzugehen. Dabei ist das die stimmliche Grundfunktion eines Großteils der Chorsänger:innen. Häufig wird das Falsett bei einem selbst gar nicht erkannt. Dabei ist im Falsett echte Lautstärke unmöglich, egal wie sehr man sich anstrengt.
#2: Lautstärke ist der Schlüssel zu allem
Die Lautstärke der eigenen Stimme spielt eine immense Rolle in der Navigation durch alle Vocal Modes. Häufig wird diese Abhängigkeit nicht ausreichend betont oder vergessen. Klar, manche Modes sind nur in bestimmten Lautstärken möglich, aber die individuelle Lautstärke wird sehr verschieden wahrgenommen. Selbst nach mehreren CVT-Einführungen in besagtem Chor, sangen die meisten Stimme einfach deutlich zu leise (und fast immer im Falsett).
#3: Mode-Wechsel sind winzig
Ein häufiges Missverständnis besteht darin, dass die Vocal Modes auf ganze Abschnitte oder gar Songs angewendet werden. Dabei geht es häufig nur um Nuancen, die manchmal nur einen Vokal in einem bestimmten Wort betreffen.
Klar, alle anderen Aspekte der CVT – z.B. die 3 Grundprinzipien (Stütze, Twang und Verspannungsvermeidung), Klangfarben und Effekte – sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Aber der Knoten im Hirn entsteht in der Regel bei den Vocal Modes. Häufig, weil nicht verstanden wird, wie diese neuartige Unterteilung überhaupt von Vorteil sein soll.
Der nächste Schritt
Du kannst dich ganz einfach zu meiner kostenlosen Masterclass "CVT im Chor" anmelden.
Diesmal nicht wieder ein Standard-CVT-Workshop, der alle 4 Modes oberflächlich anreißt. Sondern 60 Minuten konzentriert auf das, was nach ich 10 Jahren Chorpraxis für am wichtigsten erachte.
Ich zeige dir:
- Warum das Falsett-Problem alle anderen Techniken blockiert
- Wie du deine echte Lautstärke findest (ohne zu schreien)
- Wie CVT-Mode-Wechsel in der Realität funktionieren
- Was echtes Blending im Chor ausmacht (Spoiler: nicht gleiche Modes)
CVT im Chor
Die Masterclass ist kostenlos.
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