Glossar
Blending im Chor
Blending heißt, dass ein Chor dieselben Entscheidungen trifft: Vokal, Lippenrundung, Klangfarbe, Luft im Ton und Lautstärke.
Blending heißt, dass die Stimmen eines Chors zu einem gemeinsamen Klang zusammenfinden, ohne dass einzelne herausstechen. Dafür trifft das Ensemble dieselben Entscheidungen: welcher Vokal, wie viel Lippenrundung, welche Klangfarbe, wie viel Luft im Ton und wie laut.
Am Ende muss der Chor gemeinsam und einheitlich klingen. Dafür muss aber jede einzelne Stimme ausreichend gefördert und gefordert werden.
Was zusammenpassen muss
Zum Blending gehören für mich Lautstärke und Dynamik, Klangfarbe, Vokal und Präsenz. Passen die Stimmen darin nicht zusammen, hörst du das auch in der Intonation. Statt „singt einheitlicher“ benenne ich deshalb in der Probe den Parameter:
- Vokal: Die Zunge entscheidet über den Vokal, die Lippen über die Klangfarbe. „Singt alle ein einheitliches O“ lässt offen, welcher Zungenvokal gemeint ist und wie stark die Lippen runden sollen.
- Luft: Der Gleichklang hängt weniger davon ab, dass alle denselben Vocal Mode nutzen, als vom Anteil hörbarer Luft in der Stimme.
- Register: Eine Stimmgruppe im Falsett lässt sich schlechter mit dem Rest mischen. Im Popchor achte ich deshalb darauf, dass der Mund in der Höhe nicht weit aufgeht. Ein weit geöffneter Mund zieht die Stimme tendenziell ins Falsett, und den poppigen, präsenten Sound bekommst du so schwer. Die Ausnahme ist Overdrive, dort hilft ein vertikal weiter geöffneter Mund.
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3 ArtikelHäufige Fragen
Heißt Blending, dass alle Stimmen gleich klingen sollen?+
Der Chor soll gemeinsam und einheitlich klingen, einzelne Stimmen dürfen nicht herausstechen. Dafür muss jede einzelne Stimme gefördert und gefordert werden.
Hilft es, wenn alle den Mund gleich formen?+
Als Blending-Werkzeug nicht. Die Zunge formt den Vokal, die Lippen färben ihn, und beides lässt sich getrennt einstellen. Wie weit der Mund in der Höhe aufgeht, ist bei mir eine Registerfrage.
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