Glossar

Resonanz beim Singen

Resonanz ist, wie der Raum über den Stimmlippen den Klang färbt. Sechs Regler, von Twang bis Zunge, machen ihn heller oder dunkler.

  • Thema: Registerübergänge, hohe Töne und Vocal Modes navigieren
  • 1 Min

Resonanz ist, wie der Raum oberhalb der Stimmlippen deinen Klang formt. Ist der Raum größer, klingt es dunkler, ist er kleiner, klingt es heller. Im K.L.A.R.-System ist das das R, die Frage: Wie hell oder dunkel singe ich?

Sechs Regler

Den Raum veränderst du über Twang, Gaumensegel, Mundwinkel, Nasengang, Kehlkopfposition und Zunge. Am stärksten wirken Twang, Kehlkopfposition und Mundwinkel, und jeder färbt in eine Richtung: Twang, ein hoher Kehlkopf und breite Mundwinkel machen den Klang heller, ein tiefer Kehlkopf und gerundete Lippen dunkler.

Die Regler hängen aneinander

Wenn du gähnst, geht der Kehlkopf runter, das Gaumensegel hebt sich, und die Zunge zieht sich zurück. Das machst du automatisch. Der Kehlkopf steigt auch von selbst, je höher du singst. Nach der Höhe muss er aber wieder runter, sonst kommt die Tiefe nicht. Für tiefe Töne färbe ich deshalb dunkler: etwas tieferer Kehlkopf, ein bisschen mehr Raum im Mund.

Beim Nasengang ist das Ziel, dass er offen ist und nur wenig Nase im Klang liegt. Ihn ganz zu schließen klingt verschnupft. Zum Erspüren hilft es trotzdem, weil du dann merkst, was er macht.

Was du beim Singen als Sitz des Tons spürst, ist ein Gefühl und nichts Wissenschaftliches. Man kann damit arbeiten, geformt wird der Klang aber über diese Regler.

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