Glossar

Overdrive beim Singen

Overdrive ist der laute, rufende Vocal Mode mit viel Metall. Leicht zu finden, schwer abzurufen: wie ich ihn in Stufen dosiere.

  • Thema: Registerübergänge, hohe Töne und Vocal Modes navigieren
  • 1 Min

Overdrive ist einer der vier Vocal Modes der Complete Vocal Technique: deutlich lauter als Neutral, voll metallisch, fast schon rufend. Er geht bis zur maximalen Lautstärke und hat dafür die strengsten Vokalregeln, möglich sind nur EH wie im englischen „stay“ und OH wie im englischen „so“.

Leicht zu finden, schwer abzurufen

Overdrive lässt sich nach meiner Erfahrung am leichtesten nachvollziehen und nachmachen. Ihn gezielt in der Höhe abzurufen, mitten im Song, ist etwas anderes. Wer ihn im Song sucht, klingt beim Suchen komisch, hat ihn nach fünf Minuten nicht getroffen, dann tut es ein bisschen weh, und man wird schnell heiser. Deshalb nehme ich ihn erst aus dem Kontext heraus.

Ich übe ihn deshalb in kleinen Stufen, vom Biss über einzelne Töne auf EH und OH bis zur Phrase auf Text. Jeden Tag dieselbe Übung, 5 bis 10 Minuten, so dass es nicht überanstrengt und ein paar Töne gelingen. Die nächste Stufe kommt, wenn du sagen kannst: Ich kann die Übung. Und nie mehr als eine pro Woche. Die erste darf gut zwei Wochen dauern. Wer Overdrive komplett beherrschen will, übt ein halbes Jahr. Danach kannst du im Song entscheiden, ob ein Vokal ein Overdrive-Vokal sein soll oder nicht.

Der Mund

Für Pop-Brustklang, Curbing und Neutral öffne ich den Mund in der Höhe nicht weit. Overdrive ist die Ausnahme, dort hilft es, den Mund vertikal weiter zu öffnen.

An Overdrive tastest du dich über die Lautstärke heran: Von einem lauten Overdrive gehst du langsam leiser, bis das Metall verschwindet und du in Neutral bist, und später andersherum.

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